Vertragspartner

  • Vertragspartner sind der Freifunk Dreiländereck e.V., kurz FF3L, sowie die Teilnehmenden des vom FF3L bereitgestellten Freifunk-Netzes (FFN).
  • Der Begriff Teilnehmende schließt alle Personen einen, welche über das FFN Daten transportieren. Dies gilt unabhängig von der Form des Netzzugangs.
  • Mit der Teilnahme am FFN erklären sich Teilnehmende mit den Allgemeinen Nutzungsbedingungen des FF3L einverstanden.
  • Der Vertrag gilt als beendet, sobald sich Teilnehmende wieder vom FFN trennen.

Leistungen

  • Der FF3L stellt für bestimmte WLAN-Router eine spezielle Firmware (Freifunk-Firmware) zur Verfügung. Die Freifunk-Firmware ermöglicht es diesen WLAN-Routern (Freifunk-Routern) am FFN als Netzknoten (Knoten) betrieben zu werden.
  • Die Freifunk-Firmware wird in unregelmäßigen Intervallen aktualisiert, z.B. um Fehler zu beheben, bekannte Sicherheitslücken zu schließen oder den Leistungsumfang weiter auszubauen.
  • Die Freifunk-Router ermöglichen den Teilnehmenden via unverschlüsseltem und ungesichertem WLAN den Zugang zum FFN.
  • Über spezielle Server  (Gateways) bietet der FF3L aus dem Freifunk-Netz heraus Zugang ins Internet sowie den Verbund aller Freifunk-Netze (Intercity VPN).
  • Der Datentransport über das FFN folgt den Regeln des Pico Peering Agreements v1.0. Aus technischen Gründen kann es jedoch zu Einschränkungen des über die Gateways vermittelten Verkehrs ins Internet kommen (z.B. Portsperren durch VPN-Anbieter).
  • Der FF3L behält sich das Recht vor, Maßnahmen zu ergreifen, die missbräuchliche Nutzung  (z.B. Urheberrechtsverletzungen durch Filesharing) zu unterbinden. In Einzelfällen können diese Maßnahmen zu unerwünschten Nebenwirkungen führen.
  • Die beschriebenen Leistungen werden vom FF3L unentgeltlich erbracht. Der FF3L behält sich das Recht vor, die erbrachten Leistungen jederzeit und ohne vorherige Ankündigung einzuschränken oder vollkommen einzustellen.

Datenschutz und Sicherheit

  • Die Verbindung von WLAN Clients (z. B. Smartphones, Tablets, Notebooks) zu den Freifunk-Routern sowie die Datenübertragung zwischen den Freifunk-Routern erfolgt weitestgehend unverschlüsselt.
  • Die Verantwortung für eine sichere Ende-zu-Ende-Verschlüsselung durch die Verwendung sicherer Dienste oder Protokolle (z.B. HTTPS, SSH, TLS, etc.) obliegt den Teilnehmenden.
  • Auf Grund der Funktionsweise des FFN ist es Betreibern von Knoten prinzipiell möglich, den Datenverkehr umzuleiten. Unverschlüsselte Daten können auf diese Weise von Dritten mitgelesen werden.
  • Der Zugang zum FFN erfolgt anonym. Es werden keine personenbezogenen Daten erfasst. Weiterhin speichert der FF3L über das technisch erforderliche Minimum hinaus keine nutzungsbedingten Daten.
  • Im Rahmen der Zuweisung von dynamischen IP-Adressen wird die MAC-Adresse von Teilnehmern temporär auf den Gateways gespeichert.
  • Die MAC-Adressen der Teilnehmer sind aufgrund der Funktionsweise des FFN während der Nutzung für jeden Knotenbetreiber einsehbar. Weiterhin können die MAC-Adressen mit den zugehörigen dynamischen IP-Adressen in Verbindung gebracht werden.

Verbot der missbräuchlichen Nutzung

  • Die Teilnahme am FFN mit der Absicht von Rechtsverletzungen oder gar Straftaten ist untersagt.
  • Bei Zuwiderhandlung behält sich der FF3L das Recht vor, Teilnehmende vom FFN auszuschließen.

Haftung

  • Die Nutzung der Freifunk-Firmware sowie des FFN erfolgt auf eigenes Risiko. Der FF3L übernimmt über das gesetzlich vorgeschriebene Minimum hinaus keine Haftung für etwaige Schäden, welche Teilnehmenden im Rahmen der Nutzung entstehen.
  • Insbesondere haftet der FF3L nicht für Schäden, welche Teilnehmenden entstehen durch:
    • Aufspielen der bereitgestellten Freifunk-Firmware auf einen WLAN-Router
    • Unsachgemäßen Anschluss eines Freifunk-Routers
    • Nichterbringung der beschriebenen Leistungen